Katholische Kirche in Garbsen

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St. Raphael

 mit

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Abschied von St. Johannes

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Unsere Filialkirche St. Johannes in der Mozartstraße (Altgarbsen) wurde am 9. März 2007 durch Herrn Bischof Norbert Trelle "profaniert". Das heißt, der Bischof hat die letzte Heilige Messe in dieser Kirche gefeiert und dabei offiziell ihre Aufgabe und Schließung bekannt gegeben. Der Grundstein des Glaubens sei nicht in einem Gebäude zu finden, Christus sei selbst das Fundament, tröstete Bischof Norbert die Gläubigen in seiner Predigt. Sie sollten die Erinnerung an St. Johannes in Dankbarkeit wach halten. Zur Kirche gehörten immer Sammlung und Sendung der Gläubigen. Nun ist vor allem Sendung gefragt: Hinauszugehen in alle Welt, um das Evangelium zu verkünden.

Am Ende des Gottesdienstes wurde der leere Tabernakel geöffnet und das Ewige Licht gelöscht, ähnlich wie am Gründonnerstag, wenn symbolisch der "Altar abgebrochen" wird - nur dass es dieses Mal keinen Ostergottesdienst mehr in St. Johannes geben wird.

 

Dies sei ein trauriger Anlass, der vor allem diejenigen, die die Kirche mit aufgebaut haben, betonte Dechant Benno Nolte beim anschließenden Empfang im Pfarrheim St. Raphael. Er hoffe, dass alle, die regelmäßig Gottesdienst gefeiert und dort für sich eine geistige  Heimat gefunden haben, sich auch in den anderen Kirchen zukünftig wohl fühlen werden.  Voraussichtlich 2008 sollen auf dem Grundstück, auf dem jetzt noch die Kirche steht, Bauarbeiten für altengerechte Wohnungen beginnen. Bis dahin muss das Gotteshaus weichen.

 

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Interview mit Bischof Norbert Trelle

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Lesen Sie hier einen Artikel aus der Leine-Zeitung über die Profanierung.

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Gemeinde trägt Trauer: Weiterer Bericht aus der Leinezeitung

 

Der Verfasser der Grundsteinurkunde von St. Johannes konnte es nicht ahnen: der Baufortschritt in Garbsen hat den umliegenden Kirchen mehr Mitglieder beschert, während die Zahl der Katholiken um St. Johannes beständig sank. Nun ist St. Johannes profaniert und macht einem Wohnbauprojekt für ältere Menschen Platz. Gedankt sei den vielen Spendern und allen, die sich um die Pflege der Kirche und des Grundstücks gesorgt haben: dem Männerverein St. Martin und der Familie Schubert. Unsere Aufgabe ist es jetzt, mit dem Inventar würdig umzugehen, um die Kirche St. Johannes und ihre Erbauer und Förderer in guter Erinnerung zu halten. Der Taufstein von St. Johannes steht schon in St. Raphael. Der Tabernakel und einige Bänke kommen ebenfalls zum Antareshof. Für die Orgel interessiert sich eine Gemeinde. Der Grundstein und Teile des Kreuzweges werden im neuen Bauwerk an die ehemalige Kirche erinnern. Der Pastoralrat wird ein gutes Auge auf den Gang der Dinge werfen.

Aus der Grundsteinurkunde:

Anno Domini Eintausendneunhundertsiebenundsechzig, am 22. Oktober, im fünften Jahr des Pontifikates Seiner Heiligkeit Papst PAUL VI, als Se. Exzellenz HEINRICH MARIA Janssen Bischof von Hildesheim, Pfarrer Karl Hillebrandt in Seelze und Pastor Hans- Norbert Kaesehage in Garbsen waren, wurde dieser Grundstein einer katholischen Kirche in Garbsen durch den Dechanten des Dekanates Hannover- Linden, den hochwürdigen Herrn Pfarrer Otto Bank gelegt. Dieser Bau wird die dritte katholische Kirche in Garbsen sein, da im Ortsteil Havelse im Jahr 1960 die Corpus- Christi-Kirche errichtet wurde und im Ortsteil Auf der Horst am 13. August dieses Jahres der Grundstein zur St. Raphaels-Kirche gelegt wurde. Diese Kirche hier wird aus vorgefertigten Teilen gebaut und steht in einer Serie von zunächst zwölf Kirchen ähnlicher Bauart in unserem Bistum. Diese sollen den ersten Zeugen des Glaubens, den Aposteln, geweiht sein. Darum wollen wir dieses Gotteshaus dem Hl. Apostel und Evangelisten JOHANNES weihen, der in den vergangenen Jahrhunderten im nahegelegenen Kloster Marienwerder als erster Nebenpatron verehrt wurde. Möge ein Funke der Christusliebe des Hl. Johannes die katholischen Christen erfassen, die im Einzugsbereich dieser Kirche leben und von denen viele als Heimatvertriebene nach dem letzten Weltkrieg zuzogen. Infolge der Erschließung neuen Siedlungsgebietes sind es im Augenblick ca. 1.500, während zu dieser Zeit in unmittelbarer Nähe dieser Kirche zahlreiche Kräne andeuten, daß ein neues großes Wohnbauprojekt begonnen hat, so daß auch dieser Teil der Pfarrgemeinde bald wieder wachsen wird.

Grundsteinlegung 1967

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Interview mit Bischof Norbert Trelle

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Lesen Sie hier einen Artikel aus der Leine-Zeitung über die Profanierung.

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Gemeinde trägt Trauer: Weiterer Bericht aus der Leinezeitung

 

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