Von Sabrina Friedrich
Schloss Ricklingen. In reich bestickten weißen Gewändern postieren sich die
Sänger – vor dem gold-glänzenden Altar ein festliches Bild. Wenig später hallt
das Kirchenschiff wider vom kraftvollen, homogenen Klang des Coro y Orquestra
Misional de San Xavier. Das Publikum lauscht gebannt – Auftakt für das Konzert
„Barockmusik baut Brücken“ am Mittwochabend.
Mit einem Prozessionslied in der Sprache der Chiqitanos ziehen die Sänger in die
voll besetzte Kirche ein. Bevor sie das Konzert fortsetzen, stellt Thomas
Bannert vom Bolivienkreis der St.-Maria-Regina-Gemeinde das Ensemble und seine
Geschichte vor. „Musik und Tanz waren immer wieder Höhepunkte der 16-jährigen
Partnerschaft unserer Gemeinde mit den Bolivianern“, sagt er. Die katholische
Gemeinde hat den Auftritt der Bolivianer in der Barockkirche organisiert. Der
Auftritt des Jugendchores und -orchesters, die erst seit knapp vier Jahren
gemeinsam arbeiten, ist sehr professionell. Beide Ensembles sind
hochkonzentriert, der Vortrag wirkt innig. Bei der Sonata Chiquitana eines
anonymen Komponisten entfaltet der Jugendchor sein volles Stimmpotenzial. Es ist
aber vor allem der zweite Teil des Konzertes, der die Begeisterung der Zuhörer
weckt. Zum anspruchsvollen Programm gehören auch mitreißende, folkloristische
Werke. Mit ihrer Singfreude stecken sie die Zuhörer schnell an. Die Gäste
bedanken sich mit viel Beifall, weil sie ahnen, dass sie einen Höhepunkt der
Schloß Ricklinger Konzertsaison erlebt haben.
Wir danken der Leine-Zeitung für die freundliche Genehmigung zur Übernahme
dieses Artikels!
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