
Großer Auszug: Pfarrer Hermann Heitmüller (Mitte) ist von
Bannern umgeben. Gangolf Johnen (von links) und Alfons Strzedula, Renate
Muckelberg und Benno Nolte geleiten ihn aus der St.-Raphael-Kirche.
Foto: Oheim |
Von Markus Holz
Garbsen. Sein Auftrag: „Geht hinaus in alle
Welt und verkündet die Frohe Botschaft.“ Nur wenigen Geistlichen gelingt
es, diesen urchristlichen Auftrag auch mit einer überzeugenden
Fröhlichkeit auszuführen – Pfarrer Hermann Heitmüller ist dieses
Geschenk gegeben. Gestern – am Sonntag der Weltmission – feierte der
Hausgeistliche des Wilhelm-Maxen-Hauses und langjährige Pastor des
hannoverschen Schützenfestes seinen 80. Geburtstag.
Rund 600 Menschen aus der ganzen Region waren gekommen, um mit ihrem
Seelsorger und Freund, der liebevoll Männe genannt wird, zu feiern. Die
Banner zahlreicher Kolpingfamilien, der Schießsportvereinigung
Vahrenheide und eine ganz besondere Fahne schmückten die überfüllte
St.-Raphael-Kirche: das Christliche Banner, mit dem Heitmüller 1950 nach
Rom gepilgert war. Heitmüller war Bezirkspräses der Kolpingfamilien und
ist Mitglied des Emmerthaler Blasorchesters, der Vahrenheider Schützen
sowie des Heilig-Geist-Chores aus Bothfeld. Jeder Verein, alle
ehemaligen Gemeinden, der Skatklub, die Familie und zahlreiche
Wegbegleiter überbrachten dem Jubilar gestern ihre Glückwünsche. Der
Empfang mit Spanferkel, Bier und vielen warmherzigen Worten dauerte bis
in den späten Nachmittag. Zahlreiche Helfer aus der katholischen
Gemeinde hatten ihr Wochenende dafür geopfert. Dechant Benno Nolte
nannte Heitmüller einen Mann der Freude, Gelassenheit und
Zuverlässigkeit – einen Priester aus Leidenschaft. Die Bitte des
Pastoralrates kam daher nicht überraschend: „100 Jahre soll’n Sie
werden, denn wir brauchen Sie auf Erden“, sagte Rita Weisser. Heitmüller
dankte bewegt und rief: „Prosit, Amen und Halleluja – nun lasst uns
feiern.“ |
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