Klaus Moschner ist aus der KAB
kaum wegzudenken
Nach 38 Jahren findet der
Vorsitzende zwei Nachfolger für das Amt
Von
Uwe Kreuzer
Berenbostel. Klaus Moschner hat nicht viel
Aufhebens machen wollen. Daran aber mochten sich die Katholische
Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und die katholische Gemeinde St. Maria Regina
gestern nun wirklich nicht halten: Moschner war 38 Jahre lang der
Vorsitzende der KAB-Ortsgruppe. Freunde und Begleiter schenkten ihm einen
feierlichen Abschied.
Abordnungen von KAB-Gruppen der Diözese Hildesheim waren mit Flaggen zum
Abschiedsgottesdienst angereist. Von der Gemeinde bekam Moschner, der aus
Schlesien stammt und heute mit Ehefrau Christa in Meyenfeld lebt, 38 Blumen
und eine Verdienstmedaille überreicht. Die Predigt in der voll besetzten
Kirche hielt der Diözesanpräses der KAB, Pater Ludger Wolfert. Das ist der
Priester, der KAB-Mitglieder als Seelsorger begleitet. Er redete mit
Enthusiasmus gegen die Ökonomisierung des Lebens und sprach den scheidenden
Vorsitzenden direkt an: „Wir definieren unseren Wert nur nach der
Erwerbsarbeit. Hat dann ein Mensch wie Klaus Moschner keinen Wert mehr?“ Die
vielen Gemeindemitglieder, die dem 72-Jährigen stehend applaudierten, gaben
eine klare Antwort. Pastoralratsmitglied Thomas Bannert schrieb ihm
„Ausstrahlung weit über die KAB hinaus“ zu.
Moschner selbst blickt nach dieser langen Amtszeit gern zurück: „Ich glaube,
die Arbeit hat mir gelegen. Ich habe mich immer bemüht, Leute zu
begeistern.“ Das, so sein Nachfolger Reinhold Meyer, sei Moschners größte
Stärke gewesen. Gemeinsam mit Karl-Heinz Korn wird Meyer ein Führungsduo
bilden. Die Hauptaufgabe: „Junge Mitglieder und Familien werben.“ Der
Vorgänger hat „ein gutes Gefühl“ dabei und will jetzt den Ruhestand im
Ruhestand genießen. Morgen wird noch einmal gefeiert: Am Tag der Arbeit vor
50 Jahren ist Moschner in die KAB eingetreten. |