Katholische Kirche in Garbsen

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Aus der Leine-Zeitung vom 30. Juli 2007:

 

Johannes-Orgel zieht um zu Willehadi

Gemeinde kauft 20 Jahre altes Instrument

Pastor Dirk Gniesmer (links) und Dechant Benno Nolte nehmen die Orgel der St.-Johannes-Kirche in Augenschein. Foto: Holz

Von Markus Holz
Altgarbsen/Auf der Horst.
Ein Instrument im Dienst der Ökumene: 20 Jahre lang haben die Orgelpfeifen in der St.-Johannes-Kirche an der Mozartstraße Katholiken bei ihren Feiern begleitet, ab November sollen sie in der evangelischen Willehadi-Kirche erklingen. Die Gemeinde lässt die Orgel für 60 000 Euro abbauen, reinigen und neu errichten.
Willehadi hat sich zu diesem kostspieligen Schritt entschieden, weil die bisherige Orgel stets ein viel zu kleines Provisorium war. 20 000 Euro allein für die Orgel sind zur Hälfte über Spenden finanziert. Die Landeskirche hilft mit 18 000 Euro aus. Die Willehadi-Orgel soll für 8000 Euro einen neuen Besitzer finden. Ein Griff in die Orgelrücklage der Gemeinde füllt die Finanzierungslücke bis auf 16 000 Euro – Unterstützer für dieses Projekt sind den Pastoren Dirk Gniesmer und Renate Muckelberg willkommen. Die Resonanz auf das Vorhaben innerhalb der Willehadi-Gemeinde sei sehr positiv, sagte Gniesmer.
Gniesmer, selbst Orgelmusiker, und Dechant Benno Nolte von der katholischen Stadtgemeinde St. Raphael freuen sich darüber, handelseinig geworden zu sein, dass die Orgel in Garbsen bleiben kann. Den Preis halten beide für angemessen. Eine Neuanschaffung hätte das Zehnfache gekostet, sagt Gniesmer. Das Orgelfest nach dem vollendeten Aufbau im November wollen die Gemeinden ökumenisch feiern.
Die Demontage beginnt voraussichtlich am 10. Juli. Die St.-Johannes-Kirche selbst wird voraussichtlich im September abgerissen. Die Katholiken hatten sich auf Drängen des Bistums aus Kostengründen von der Filialkirche trennen müssen.
Der Innenraum ist weitgehend leer. Die Kirchenbänke ersetzen jetzt altes Gestühl in der St.-Raphael-Kirche, Leuchter stehen in Hildesheim. Ein Teil der Fenster, der Grundstein, das Turmkreuz und die Bronzekunstwerke zum Kreuzweg Jesu sollen in den Wohnungsneubau der Baugenossenschaft Heimatwerk Hannover integriert werden. Unklar ist noch die Zukunft der stählernen Glocken: Nolte verhandelt derzeit mit der Stadt Garbsen über eine neue Bestimmung als Geläut auf dem Stadtfriedhof am Planetenring.

Wir danken der Leine-Zeitung für die freundliche Erlaubnis zum Verwenden dieses Artikels auf unserer Homepage!

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