Katholische Kirche in Garbsen

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St. Raphael

 mit

St. Maria Regina

und Corpus Christi

 

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Aus der Leine-Zeitung vom 2. Februar 2008:

Katholiken schicken dem Bischof einen Protestbrief

Garbsen. Warum? Diese Frage war die häufigste gestern Abend in der Pastoralratssitzung der katholischen Gemeinde St. Raphael. Mitgliedern und Zuhörern erschloss sich nicht, aus welchen Gründen das Bistum Hildesheim die Havelser Kirche Corpus Christi zügig schließen will und auch die Berenbosteler Kirche St. Maria Regina langfristig als verzichtbar ansieht. Schließlich herrsche doch überall ein reges Gemeindeleben – und die laufenden Kosten scheinen tragbar zu sein. Das Gremium entschloss sich deshalb dazu, in einem Brief an Bischof Norbert Trelle gegen die Einstufung zu protestieren – und gleichzeitig um Aufklärung in Garbsen zu bitten. sok
 

Erregte Diskussion im Pastoralrat: Die Gemeindemitglieder von St. Raphael ärgern sich über die Informationspolitik des Bistums. Foto: Bartels

 

Aus der Leine-Zeitung vom 4. Februar 2008:

 

Katholiken vermissen Konzept

Hat bei den Schließungsplänen aus Hildesheim das Gemeindeleben keine Rolle gespielt?
 

Von Sven Sokoll
Garbsen.
Scharfe Kritik am Bistum Hildesheim ist bei der Pastoralratssitzung der katholischen Gemeinde St. Raphael am Freitagabend laut geworden. Die Kirchenleitung hatte für die Havelser Kirche Corpus Christi eine baldige Schließung in Aussicht gestellt und auch die Berenbosteler Kirche St. Maria Regina auf lange Sicht zur Disposition gestellt. „Sie müssen uns erklären, wie sie sich dann Kirche vorstellen“, sagte der Berenbosteler Pastor Andreas Hasse. Das rege Gemeindeleben an den Standorten habe offenbar keine Rolle bei der Kategorisierung gespielt. Ein Konzept fehle.
Pastoralreferent Gregor Branahl gab zu bedenken: „Es ist auch klar, dass etwas geschehen muss.“ Die Renovierungskosten spielten eine große Rolle, vielleicht setze Hildesheim auf ein Ende mit Schrecken, statt eines Tages Kirchen verfallen lassen zu müssen. Es sei aber besonders unglaubwürdig, fügte Hasse an, warum mit Corpus Christi ein intaktes Gebäude aufgegeben werden soll, während in Hildesheim sieben Millionen Euro für den Dom ausgegeben werden: „Das kann ich vor der Gemeinde nicht vertreten.“ Aus dem Publikum kam die Vermutung, das Bistum sei vor allem am Geld aus dem Grundstücksverkauf interessiert – in Havelse besonders problematisch, weil die Gläubigen mit eigenem Geld und Arbeit diesen Standort einst erst ermöglicht hatten.
Pfarrer Benno Nolte erinnerte daran, dass die Gemeinde den Verlust der Kirche St. Johannes verkraften muss und bei der Fusion auch schon zweieinhalb Personalstellen abgab.
„Wir haben akuten Erklärungsbedarf“, stellte die stellvertretende Pastoralratsvorsitzende Rita Weisser fest. Es fiel der Beschluss, per Brief einen kompetenten Vertreter des Bistums anzufordern, der die Beweggründe in Garbsen erläutert. Für Weisser steht fest: „Wir brauchen alle drei Kirchen an diesem Standort.“

Wir danken der Leine-Zeitung für die freundliche Genehmigung zur Übernahme dieser beiden Artikel auf unserer Hompepage!

 

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