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Kabarettist Matthias Brodowy unterstützt Hospizarbeit der Malteser
„Menschen zum Lachen bringen, bevor sie zum Nachdenken nach Hause gehen“
Die Frage von Elfriede Kollarz, „Was hat ein Kabarettist mit Hospizarbeit zu tun?“, beantwortet Matthias Brodowy so: „Es gibt immer einen Auftrag als Kabarettist. Wir müssen uns zu einer Kultur des Lebens entwickeln und über Ängste sprechen. Ich bin bereit dies herauszuposaunen und zu unterstützen, indem ich die Menschen zum Lachen bringe, bevor sie zum Nachdenken nach Hause gehen.“ Die Firma Dignitas, die mit sterbewilligen Menschen Geschäfte mache und deren Name übersetzt auch noch ‚Würde’ bedeutet, habe ihn aufgewühlt und dafür gestärkt, die Hospizarbeit der Malteser in die Öffentlichkeit zu bringen.
Bei der Arbeit der ambulanten Hospizgruppen geht es aber nicht um Sterbehilfe, sondern um die liebevoll unterstützende und menschenwürdige Begleitung schwerstkranker, sterbender Menschen und ihrer Angehörigen, besonders in häuslicher Umgebung, erläuterte Hospizkoordinatorin Antje Doß (auf dem Foto mit Matthias Brodowy).
Auch Propst Martin Tenge betonte die Wichtigkeit der Malteser Hospizarbeit, die dazu beiträgt, das Leben bis zum Ende lebenswert und würdevoll zu gestalten. Dabei seien Angehörige auf kompetente Hilfe angewiesen, denn „wenn immer mehr Menschen eine Bestattung wählen, die ohne zu pflegendes Grab auskommt, weil sich niemand um die Grabpflege kümmern kann, ist das ein Indikator für die Situation vieler Menschen vor ihrem Tod.“
44 ehrenamtliche Malteser-Hospizhelfer begleiteten im letzten Jahr 90 sterbende Menschen. Damit sie für diese Aufgabe gerüstet sind, werden sie in Kursen vorbereitet und mit Fortbildungen und regelmäßigen Gruppentreffen unterstützt. Überkonfessionelle Hospizgruppen in der Region Hannover bestehen in den Pfarrgemeinden St. Augustinus in Hannover-Ricklingen, St. Martin in Hannover-Misburg und St. Raphael in Garbsen.
Unter dem Malteser-Schirm wollen sie die Hospizarbeit in der Region Hannover fördern: Kabarettist Matthias Brodowy (links) und Propst Martin Tenge, Regionaldechant in Hannover (rechts). |
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