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Stellungnahme des JCG zur Kategorisierung von Kirchen
Der Club Junge Christen Garbsen (JCG) hat sich bereits bei
seiner Gründung vor 37 Jahren als ein Zusammenschluss von Christen der heutigen
Großgemeinde St. Raphael mit St. Maria Regina und Corpus Christi verstanden.
Auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung haben die JCG-Mitglieder über die
Kirchen-Schließungspläne des Bistums bezüglich unserer Großgemeinde diskutiert.
Der Vorstand gibt hierzu die folgende Stellungnahme ab:
Anstatt offen auf die Gläubigen zuzugehen, die Situation darzustellen und um
einen gemeinsamen Lösungsansatz zu ringen, gibt das Bistum eine nicht
nachprüfbare Schließungsliste mit ebenso nicht prüfbaren Kategorien vor und
spricht von einem vorläufigen Papier.
Um das Ganze auch noch zu erschweren und keinen direkten Kontakt zum Bistum zu
ermöglichen, wird nur die Diskussion über das Dekanat gewünscht. Wohl mit dem
Ziel, dass sich erst einmal die Gemeinden und Kirchenstandorte untereinander
streiten. Art und Weise dieser Kommunikationspolitik Hildesheims lassen die
Gläubigen verwundert zurück.
Die Gemeindemitglieder am Kirchenstandort CC zeichnen sich durch großes und
langjähriges Engagement– auch innerhalb der neuen Großgemeinde – in den
unterschiedlichsten Gruppierungen und zu den verschiedensten Anlässen aus. Vor
diesem Hintergrund sind die heftigen Reaktionen im Forum mehr als nur
verständlich.
Sofort wird von den betroffenen Gläubigen – auch aus den anderen
Kirchenstandorten der Großgemeinde – das Für und Wider auf Basis einer, wie es
scheint, willkürlichen Liste diskutiert. Die nicht prüfbaren Kategorien werden
sich zu eigen gemacht, es werden Zahlen genannt, Szenarien entwickelt,
Animositäten ausgetauscht...!
Dadurch wird eine konstruktive Diskussion unmöglich gemacht und es erweckt den
Anschein, dass dies so vom Bistum erwartet oder vielleicht auch gewollt wurde.
Wir treten auf die ausgelegte Leimrute und fangen an uns untereinander
aufzureiben. Ein wenig erinnert es an einige Asterix-Bände, wo geschickt
Zwietracht unter den Bewohnern des gallischen Dorfes gesät werden soll.
Wir finden mühsam, aber doch mit kleinen, durchaus erfolgreichen Schritten
innerhalb unserer neuen Großgemeinde zusammen. Jeder unserer Kirchenstandorte
hat auch in der Zukunft, unabhängig von seiner vermeintlichen Rentabilität,
seine unverzichtbare Berechtigung zur Existenz und wird von den Gläubigen
gebraucht.
Dabei wird offensichtlich seitens der Entscheidungsträger in Hildesheim auch
vergessen, dass aus dem Umfeld dieser Gemeinde 4 Priester und 2 Diakone, 4
Gemeinde- und 1 Pastoralreferentin sowie weitere in kirchlichen Berufen des
Bistums tätige Gläubige hervorgingen.
Lassen wir uns nicht wieder auseinander dividieren und widerstehen der
Versuchung.
Durchbrechen wir den „Teufelskreis“ und tun gemeinsam doch das eigentlich
Richtige, nämlich der Bistumsverwaltung die rote Karte zu zeigen und diese
aufzufordern, die Schließungsliste unverzüglich zurückzunehmen.
Es ist doch eine verkehrte Welt und sollte auch dem Selbstverständnis einer
christlichen Kirche widersprechen, wenn die Argumente gegen die Schließung eines
langjährig gewachsenen, erfolgreich tätigen Kirchstandortes zunächst von der
eigenen Gemeinde in Vorleistung erbracht werden sollen.
Vielmehr sollte die Verwaltung im christlichen Geist auf uns zukommen, um mit
uns in einen unvoreingenommenen, brüderlichen Dialog zu treten.
Warum nutzen die Entscheider im Bistum nicht die Ressourcen ihrer
Gemeindemitglieder, um eine gemeinsame Strategie zur Überwindung der
finanziellen Krise zu entwickeln? In der daraus resultierenden Lösungsfindung
kann jeder seine Position benennen und eine dann konstruktive Diskussion führt –
hoffentlich – zur erstrebten „double-winner“ Situation. Wir sind dazu jederzeit
bereit!
Erinnern wir unseren Bischof, dass wir mit ihm auf das Wort des Apostels Paulus
aus dem Galater-Brief "Einer trage des anderen Lasten, und also erfüllt das
Gesetz des CHRISTUS." vertrauen und auch bereit sind, in diesem Sinn tätig zu
werden.
So rufen wir alle Mitglieder des JCG und unserer Garbsener Großgemeinde dazu
auf, unseren Pastoralrat und die Gemeindeleitung im Kampf um den Erhalt des
Standortes zu unterstützen und die Entscheidungsträger in Hildesheim davon zu
überzeugen, dass die Gemeinde in Garbsen mit ihren Gruppierungen und Mitgliedern
fähig und imstande ist, die (finanzielle) Last des Standortes C.C., die
Hildesheim scheinbar nicht mehr tragen kann oder will, zu schultern.
Garbsen, 16. Februar 2008
Junge Christen Garbsen – Der Vorstand
gez. Klaus-Dieter Hoffmann - Antje Doß - Andreas Christoph - Oliver Hilger
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